Venedig, über viele Brücken darfst du gehen


Geht es schon los? wundere ich mich, als ich aus dem Bahnhof trete und treppab das Wasser in sanften Wogen plätschern sehe. Ohne Vorwarnung, ohne Einführung, einfach so: mein erster Kanal. Ehrwürdig fließt er durch die Dunkelheit, nur mühsam erleuchtet durch ein unschönes weißes Laternenlicht, gegenüber gesäumt von stattlichen Häusern. Es ist der Canal Grande. Ich gönne mir ein paar Minuten, stehe mitten im Weg, Ameisenmenschen hier und da, und strecke nach der zwölfstündigen Fahrt meine Glieder in alle Richtungen. Ich bin ein Oktopus. Ein Oktopus in Venedig. Buonanotte, eure Durchlauchtigste[1].

Nach zehn Minuten Fußweg erreiche ich meine Unterkunft in einem Kloster, beziehe mein Zimmer und falle in einen tiefen Schlaf, aus dem mich früh am nächsten Morgen eine Möwenschar jauchzend weckt. Ein Blick aus dem Fenster, Patina. Das Frühstück bereiten die Nonnen, servieren Brötchen, Käse und Wurst. Obst und Gemüse gibt es nicht, dafür drei verschiedene Kuchen und diverse Kaffeespezialitäten aus dem Automaten. Ich trinke zwei Cappuccini, jeden Morgen, und freue mich immer wieder neu über den Start in den Tag. Denn neben Speis und Trank wandle ich zeitgleich durch die venezianische Stadtgeschichte, die mir mein Reiseführer erzählt:

… wie Venedig im 5. Jahrhundert im Wasser entstand,
… wie die Stadt im Mittelalter zur Seemacht aufstieg,  
… wie die Dogen die Geschicke des Staates lenkten,
… wie die Republik im Jahr 1797 unterging.

Der Ruf dieser Stadt ist sagenumwoben. Über die Jahrhunderte bezaubert sie erst die Pilger, dann die Dichter und Denker, heutzutage mehrere Millionen Tourist:innen. Casanova entfloh spektakulär aus seiner Gefangenschaft im Dogenpalast (1756), Goethe machte Halt auf seiner Italienischen Reise (1786, 1790), Lord Byron blieb mehrere Jahre (1816–1819). Marco Polo, Tizian, Vivaldi. Später: Peggy Guggenheim. Venedig ist Kunststadt und Filmstadt, und hierbei die älteste Festspielbühne der Welt.

Nachdem ich mich etwas orientiert habe – Venedig zählt 127 Inseln im historischen Zentrum, die auf 6 Sechstel aufgeteilt und durch 439 Brücken miteinander verbunden sind.[2] Brücken? Wunderbar. Die Wasserstadt kann man demnach auch bequem zu Fuß erkunden –, laufe ich los und folge der Anziehungskraft zum Markusplatz. Der Dom, die Uhr, der Dogenpalast, die zweigeschossigen Prokuratien mit unterem Bogengang – das berühmte Gebäudeensemble hat sich herausgeputzt und präsentiert sich als Meisterwerk europäischer Kulturgeschichte. Die Sonnenstrahlen tun ihr Übriges. Ich betrachte den Dom. In seinem Detailreichtum und seiner Vielgestaltigkeit sieht das Äußere bereits wie ein Kircheninneres aus: Gemälde mit religiösen und weltlichen Motiven in Rundbögen, Türme mit Heiligenfiguren, Säulen aus Marmor, vier Pferde aus Bronze und ein goldener Löwe mit Flügeln.

Erst ein paar Tage später besichtige ich das Innere von San Marco. Hier erstreckt sich über die Kirchenwände und Kuppelgewölbe auf 4.000 Quadratmetern ein bildgewaltiger Schmuck aus goldenen Mosaiksteinen. Ebenfalls beeindruckend ein Altarbild mit einer Größe von 1,40 × 3,45 Metern und 2.000 Edelsteinen. Und unter einem Baldachin in einem Sarkophag: die Reliquien des heiligen Markus. Der Legende nach sollen im Jahr 828 zwei venezianische Kaufleute die Gebeine des Evangelisten aus Alexandria geraubt und nach Venedig geschmuggelt haben, indem sie vorbei an den muslimischen Zöllnern die Knochen unter Schweinespeck versteckten. Fortan galt Markus als der Schutzpatron der aufstrebenden Stadt, sein Symbol ein geflügelter Löwe. In diesem Zusammenhang erfahre ich, zur Erschütterung meiner Naivität, dass viele Bauteile der Staatskirche aus Plünderungen, vor allem im Zusammenhang mit dem 4. Kreuzzug, stammen und ich frage mich, ob es in Italien öffentliche Diskussionen zum Thema Raubkunst gibt. Dann schaue ich zu Boden, und erfreue mich dennoch am schönsten Detail, dem ornamentalen Marmormosaik, das mich leicht out of the box an M.C. Escher denken lässt.

Doch eine andere Kirche beeindruckt mich mehr. Es ist die Basilika Santa Maria Gloriosa dei Frari, die ich trotz ihres monumentalen Baukörpers zufällig eines Abends nach angebrochener Dunkelheit entdecke. Die Kirche ist nur punktuell erhellt, umso mehr leuchtet das Altarbild ganz hinten: die Assunta, Tizians Darstellung der Mariä Himmelfahrt, ein Höhepunkt der venezianischen Renaissance. Die vereinzelten Menschen bewegen sich andächtig. Einer sitzt gedankenverloren auf einem der wenigen Stühle und betrachtet das allegorische Grabmal des Dogen Giovanni Pesaro. So schenkt dieser Ort vielleicht wirklich »einen Augenblick des Friedens und der inneren Ruhe«, wie es die Infobroschüre verheißt.

Es gibt sie, die ruhigen Momente in der überfüllten Stadt. Die leisen Ecken. Wo man den Wind pfeifen hört. Mit einem blauen Kugelschreiber zeichne ich die labyrinthischen Pfade in meinen Papierstadtplan nach. Gassen werden zu Schleichwegen, mitunter nur noch körperbreit und ohne Himmel, links und rechts roter Stein – sie münden in einsame Plätze. Leer sind auch die Häuser und verbarrikadiert die Fensterläden. Einst haben hier Menschen gewohnt. Moment, ist dort drüben gerade jemand in Mönchskutte vorbeigehuscht? Ich bin mir nicht sicher, ich sehe nur noch seinen Schatten. Wo bin ich?

Vor zehn Uhr morgens ist es an den Kanälen ebenfalls meist menschenleer. Nur einige Seelen kreuzen meinen Weg. Bongiorno. Welch’ gute Gelegenheit, die Einheimischen zu begrüßen oder ihnen zumindest freundlich zuzunicken. Ich spaziere zur Zattere und promeniere dort am Ufer entlang. Die Nasenspitze Richtung Wasser, im Rücken des einstigen Adels Häuser. Hier entdecke ich meine Liebe für Türschmuck, allen voran für Löwenkopfklopfer, und vergesse dabei, dass ich bereits in meinem Buch von einer grünen Tür mit Klopfer träumte.[3]

Ich setze mich an den Rand der Kaimauer, meine Beine schaukeln kindesgleich, unter mir das Wasser, es glitzert. Und in diesem Moment treffe ich nach reiflicher Überlegung eine wichtige Lebensentscheidung. Nicht ohne Zittern, nicht ohne Bangen, doch wagemutig im Herzen.

Anschließend besuche ich die Sammlung Peggy Guggenheim. Ein berühmter Name, viele Besucher:innen. Menschentrauben, die sich durch die schmalen Räume schieben. Der Audioguide funktioniert als Schutzschild und entführt mich in die Kunstwelt von Kubismus, Surrealismus und abstraktem Expressionismus, schließlich zu Jackson Pollock, der im Schaffensprozess seines Gemäldes Alchemie das »Risiko der Verzweiflung« auf sich nahm. Malen wird hier zum existenziellen Akt, zur Suche nach dem eigenen Sein. Ein weiteres Bild beeindruckt mich: Rose von Agnes Martin. Zunächst sehe ich nur eine weiße Leinwand, aber je näher ich herantrete, entdecke ich bleistiftgezeichnete Quadrate, gleich einem karierten Blatt Papier. Victoria, die hier Fellow ist, erzählt in einem Spontanvortrag die Geschichte des Bildes, in der es um Rosen und um deren Schönheit geht. Sie fragt, ob die Schönheit noch da ist, wenn die Rosen weg sind. Wo lässt sich Schönheit verorten? Ihr Gedanke: Sie liegt in uns – und in unserer Bereitschaft, sie zu erkennen.

An diesem Sonntagnachmittag setze ich mich in einen Straßenpub und genehmige mir einen Limoncello Sprizz, um mit mir auf das Leben und die Zukunft anzustoßen. Fabelhaft.

Auch die Gemäldegalerie mit Werken aus dem 14. bis 19. Jahrhundert schaue ich mir an. Sehr sehenswert sind die Bilder, die Ausstellungskonzeption und ebenso das Museum in einem säkularisierten Kirchenbau. Zudem besonders interessant: Ich beobachte einen jungen Mann, der nur Ausschnitte der Kunstwerke fotografiert. Ich tue es ihm gleich und spiele fortan mit dem neuen Blickwinkel.

Einmal leiste ich mir ein Tagesticket für die ÖPNV-Fähre, 25 Euro. Ich steige in der Nähe des Bahnhofes in die Vaporetto-Linie 1, ergattere einen Sitzplatz am Bug des Bootes und schippere den Canal Grande entlang, hinaus zur Insel Lido. Die Fahrt dauert etwa eine Stunde und ist mehr als nur eine Fortbewegung. Sie ist imposante Stadtrundfahrt und präsentiert die Vielfalt der hiesigen Architektur in ihrer ganzen Herrschaftlichkeit. Palazzo hier, Casa da, heute: Universitätsgebäude, Kunstsammlung, Verwaltungssitz – ich weiß nicht, wo ich als erstes hinschauen soll. Dazwischen Gondeln und Warenlieferungen.

Der einstige Reichtum spiegelt sich in den Häuserfassaden wider. Das Innere von außen nur denkbar. Gotische, spätgotische, neugotische Antlitze mit spitz zulaufenden Fensterkreuzen. Rundbögen, die von Romanik und Byzanz erzählen. Loggien mit Säulen aus Marmor. Friesenbänder und Fahnenmaste. Die Kaufmannshäuser schmücken sich mit repräsentativen Hauptportalen zur Wasserseite, die Kontore verfügen über Laderampen, ebenfalls aufwendig gestaltet als Arkaden. Ansonsten Türen, die bis ins Wasser reichen. Wellen klopfen unaufhörlich an. Holzstege zur Begrüßung, und Boote werden an hölzernen Pfählen vertäut.

Wie Venedig entstand

Durch Sedimentablagerungen alpiner Flüsse und die Gezeiten der Adria bildete sich die Lagune mit ihren Inseln, Schlickflächen und Sandbänken. Für den Menschen zunächst noch unwirtlich, wurde der morastige Untergrund ab dem 5. Jahrhundert nach und nach befestigt. Beginnend mit Aufschüttungen am Rande der Inseln, rammte man später Millionen von Baumstämmen in den Schlamm und schuf so einen stabilen Untergrund für die Bebauung.
Fun Fact
Allein die Rialtobrücke soll auf rund 12.000 Holzpfählen ruhen.

 

Der Lido ist eine der venezianischen Inseln, die die Lagune von der Adria trennt. Ich gehe direkt zum sonnengetränkten Strand. Das Wasser rauscht in weißem Schaum, es ist noch kalt. Nach einem leichten Spaziergang lasse ich mich nieder. Links von mir das Hotel des Bains, rechts das Excelsior und hinter mir jene weltliterarisch bedeutsamen Strandkabinen, von denen aus Gustav von Aschenbach Tadzio, den Jüngling, beobachtete, vielmehr in jeder Einzelheit ergründete, und ihn wortgewaltig in sein Herz schloss. Ich bin mehr als froh, mich für Thomas Manns Der Tod in Venedig als Reiselektüre entschieden zu haben. Die Worte aus der untergegangenen Zeit umschmeicheln meinen Geist und lassen ihn ob der Verwandlung alles Mondänen ins Morbide melancholisch zurück, während meine Fingerspitzen mit dem »wachsgelben« Sand spielen.

Mein Urlaub ist vorbei, es ist abends und ich irre etwas umher. Ciao, ciao. Den ganzen Tag über sah ich junge Leute mit Lorbeerkränzen im Haar. Nun haben sie sich auf dem Campo Santa Margherita versammelt. Lümmeln in Straßencafés, schäkern in Bars. Eine letzte Zigarette. Doch die Atmosphäre ist zu gut und so bestelle ich mir noch ein Abschiedsgetränk. Natürlich Aperol Sprizz, das macht man hier so. Ich setze mich etwas abseits auf eine Bank, beobachte das Leben und hinterfrage es. Gleichermaßen: Ich bin froh, morgen nach Hause zu fahren und traurig, nicht wiederkommen zu können. Hätte ich überhaupt herkommen dürfen? Ja, nein, vielleicht. Ich hadere.

Venedig fasziniert nicht nur aufgrund seiner Vergangenheit, sondern auch, weil sich hier die stadtgesellschaftlichen Debatten der Gegenwart radikal zeigen und die Frage räumlich wird, wie wir sie für unser aller Zukunft beantworten. Medial präsent sind vor allem die Tagestourist:innen, die in die Stadt strömen, sie verstopfen, sie vermüllen, so sagt man – und gen Abend auf ihre Kreuzfahrtschiffe verschwinden und ohne einen lukrativen Eindruck zu hinterlassen wieder abreisen.[4] Aber auch Tourist:innen wie ich, die als Übernachtungsgäste die Wirtschaft vermeintlich stärken, tragen zu einer nachhaltigen Veränderung des städtischen Gefüges bei. So gibt es heute bereits mehr Gästebetten als Einwohner:innen. Eine Stadt verkommt zum Museum, und die Verbliebenen müssen leben ohne alltägliche Infrastruktur.[5] Könnte man dem allen nicht Einhalt gebieten? Sicherlich. Doch hier kommt ein weiterer Faktor aus der Gemengelage hinzu: Es gibt natürlich Profiteure dieses Arrangements, die vom Festland aus mit Geld und Macht die bestehenden Verhältnisse bewahren.[6]

Venedig – du Schöne, du Kluge, du Altehrwürdige! Der Mythos lebt, ist Glanz und Untergang. Und am Ende steht, ganz kosmopolitisch, der Gedanke: Wem gehört die Stadt?

Interesting!

Das Wort Casino leitet sich vom italienischen Wort casa ab und bedeutet »kleines Haus«. Ursprünglich wurden damit die äußerst privaten Gemächer der venezianischen Adelsschicht bezeichnet. Dort frönte man fröhlich dem Leben und schuf sich einen Ausgleich zum steifen Adelsalltag – voller Geselligkeit, Vergnügen und Glücksspiel. 1638 wurde dann das erste öffentliche Spielcasino in Venedig eröffnet, ein paar Jahre später waren es schon über hundert. Heute gibt es nur noch eins.

Empfehlungen

  • Becht, Sabine / Talaron, Sven: Venedig. Michael Müller Verlag, Erlangen 2024

  • Distefano, Giovanni: Wie entstand Venedig? Aus dem Italienischen übersetzt von Ursula Sharma. Supernova Edizioni, Venezia Lido 2026

  • Funke, Cornelia: Der Herr der Diebe. Dressler Verlag, Hamburg 2021

  • Mann, Thomas: Der Tod in Venedig. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2025

  • Moireau, Fabrice (Paintings) / Howard, Deborah & Sammartini, Tudy (Texts): Venice sketchbook. Les Éditions du Pacifique, Paris 2023

  • Reski, Petra / Weingart Christopher: Die letzten Venezianer. Eine Stadt kämpft ums Überleben. Deutschlandfunk (Feature), 22. April 2025
    unter: https://www.hoerspielundfeature.de/die-letzten-venezianer-100.html

  • Venedig. Die Gründung der legendären Lagunenstadt. Deutschlandfunk Nova (Eine Stunde History), 27. März 2026
    unter: https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/venedig-die-gruendung-der-legendaeren-lagunenstadt

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[1] Die Republik Venedig trug den Beinamen: La Serenissima (= Durchlauchtigste).

[2] Interessanterweise variieren diese Zahlen je nach Quelle. Diese Angaben stammen aus meinem Reiseführer, siehe Empfehlungen.

[3] »Bald öffnet sich eine Tür, ich weiß es. Um genau zu sein, ich kann sie sehen, dort hinten, wo sich der Nebel langsam lichtet. Aus Holz ist sie gezimmert und grün gestrichen, opalgrün. Ich habe sie gezimmert, mit letzter Kraft, und in der Mitte einen Türklopfer mit Löwenkopf aus Messing montiert. Erwartet mich dahinter nun ein neuer Weg?«
Köhler, Susanne: Don’t get lost. BoD, Hamburg 2025, S. 124.

[4] Zwar gilt seit 2021 ein Verbot für Schiffe mit einer Länge von über 180 Metern bzw. einer Größe von mehr als 25.000 GT, in das Markusbecken und die angrenzenden Wasserstraßen einzufahren, doch die große Lösung ist das nicht. Kleinere Schiffe dürfen weiterhin in die Lagune fahren, die Ozeanriesen weichen auf den Industriehafen vor den Toren der Stadt aus. Auch die seit 2024 erhobene Gebühr für Tagestourist:innen hat nicht den gewünschten Effekt: 2026 brachte sie gut 5 Millionen Euro ein, eine Minimierung der Besucher:innenströme blieb jedoch aus. Für 2027 wird deshalb über eine Anhebung der Gebühr und eine Ausweitung des Erhebungszeitraums diskutiert.

[5] Im historischen Zentrum Venedigs lebten 1950 noch über 170.000 Menschen, Ende 2025 waren es weniger als 50.000. Die Gründe sind vielfältig: steigende Wohnkosten, Ferienwohnungen und der Verkauf von Immobilien an Investor:innen. Die Folgen für die verbliebenen Einwohner:innen sind fatal. Mit den Menschen verschwinden auch die medizinische Versorgung, soziale Strukturen sowie Geschäfte für den täglichen Bedarf.

[6] Zwischen dem Festland, den Inseln und dem historischen Zentrum bestehen Interessenkonflikte. Heute leben nur noch rund 20 Prozent der Venezianer:innen im historischen Zentrum – während Investitionen und politische Entscheidungen vielfach vom Festland aus gesteuert werden.

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Venice, Endless Bridges to Cross